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queerDenken


Im Folgenden findest du Texte zu queerer Theorie. Alle Beiträge sind zur Übersichtlichkeit knapp von uns inhaltlich vorgestellt. Diese Sammlung wird stetig erweitert - wenn du etwas hier teilen möchtest, nimm bitte Kontakt zu uns auf.

"Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne" - Friedrich Nietzsche

Dieser Text von Nietzsche ist eine gute Einführung in dekonstruktivistische und sprachtheoretische Philosophie. Nietzsche legt hier in sehr bilderreicher Sprache dar, wie der Mensch sich aus Begriffen eine abstrakte Systematisierung der Welt geschaffen hat, die dann mit normativen Charakter vorgibt, wie die Dinge um uns herum zu sein haben. Aus der Vereinfachung dienenden Begriffen werden "Wahrheiten" und Maßstäbe unseres Denkens.

"So. Und nicht anders." - Carolin Emcke

Wann ist unser Begehren privat, wann ist es Identität? Wann machen wir daraus und damit Politik und was an unserem Begehren ist "schon immer da gewesen" oder auch ein "Entschluss"?

Carolin Emcke beschreibt in diesem knappen Essay, wie aus ihrer "sexuellen Orientierung" heraus eine identitäre Zuschreibung von Außen an sie heran getragen wird. Und sie fragt darüber hinaus, wann sie mit dieser Zuschreibung arbeiten muss, wann sie das Etikett "Lesbe" nutzen muss, um für eine Gruppe zu sprechen, die erst aus unseren Grenzziehungen und der Konstruktion des "Anderen" heraus ihre Gemeinsamkeit bezieht, in einer Welt voller (eigentlich?) individueller Begehrensformen. Oder auch nicht. Ganz nebenbei macht sie hier einen großen Bogen für einen Essenzialisierungsdiskurs auf.

Geschlecht - Wider die Natürlichkeit

Voss setzt sich hier mit der Vielzahl von Geschlechtern auseinander bzw. kommt zu dem Schluss, dass es das "Geschlecht" letztlich gar nicht gibt.

Voss, Heinz Jürgen. (Schmetterling Stuttgart, 978-3-89657-663-7)