Rico

Mexico 2011 | Freiwilligendienst, weltwärts

Als ich Ende 2010 von AFS für das weltwärts-Programm angenommen wurde, war ich vergeben – an einen Jungen. Für mich spielt es eine eher untergeordnete Rolle, dass unsere Beziehung das Auslandsjahr nicht überstand. Andererseits war mein sozusagen drittes Coming-out in einer zentralmexikanischen Kleinstadt hochinteressant.Meiner Gastfamilie erzählte ich es nach gut zwei Monaten, sie schienen kein Problem damit zu haben, auch wenn insbesondere zum Ende meines Aufenthaltes Probleme auftauchten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich einen mexikanischen novio und wollte natürlich Zeit mit ihm verbringen. Plötzlich begann meine Gastmutter, heterosexuelle mit homosexuellen Beziehungen zu vergleichen und mir aufzuzeigen, warum es schlecht sei, wenn ich ihn jetzt treffen würde und dass sie anders denken würde, wäre ich mit einem Mädchen zusammen. Abgesehen davon hatte ich keinerlei Probleme während meines einjährigen Auslandsaufenthaltes, habe „gleichgesinnte“ Freunde gefunden, mich aber auch mit meinen Kollegen, Bekannten, Gastverwandten und Schülern sehr gut verstanden und versucht, ihren Horizont diesbezüglich langfristig zu erweitern!


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